Donnerstag, 28. März 2013

Haushaltsbuch & Sparen

Da ich für ein komplexes Haushaltsbuch mit strikter Einnahmen- und Ausgabentrennung immer zu faul war, musste eine einfache Alternative her. Ich wollte nicht extra irgendeine Software installieren, die mir mit bunten Diagrammen klarmacht, dass ich zu verschwenderisch lebe oder mehr sparen sollte.

ABER ich möchte schon wissen, wieviel ich im Monat für Lebensmittel oder Freizeit ausgebe. Bestimmte Fixkosten wie Benzin usw. kann man eh kaum senken, da ich nun mal jeden Tag die gleiche Strecke zur Arbeit fahren muss.

       


Ich habe mal eine Musterfamilie mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 2.500€ berechnet (=100%)

Erst wenn man sich die Ausgaben so gegenüberstellt, sieht man mal die Relation der Kosten.

Für diese Wohnkosten (27-30%) lebe ich (oder Max Mustermann) einen Monat lang warm und komfortabel (hoffentlich) in den eigenen 4 Wänden. Mein Fahrzeug brauche ich an mindestens 20 Tagen im Monat (Kosten 13%). Haushalt mit Lebensmittel, Drogerie, Haustier und Kleidung schlägt mit 25% zu (fast identisch mit Wohnkosten).

Tabelle (Excel) zu schnellen Übersicht:

Download (Klick auf Download this File - Datei xls)
Hinweis: Einige Mustersummen sind bereits eingetragen (zur Übersichtlichkeit). Im 2. Tab kann man die effektiven PKW-Kosten (incl. Abschreibung) berechnen lassen.

Warum so eine Aufstellung Sinn macht?
Bei einer durchschnittlichen Arbeitswoche von 38,5h möchte ich nicht 30% meine Gehaltes für Versicherungen oder sonstige immaterielle Dinge ausgeben. Da wären 11h pro Woche nur für Absicherungen von Haus, Hof und Garten?  Hallo, gehts noch.
Das gleiche gilt für Mobiltiät: Wenn ich über 30% für die "Reise" zum Job ausgeben müsste, besteht die Überlegung, sich woanders was zu suchen. 



Tipps Haushaltsführung

Tipp 1
Angenommen ich gebe 450€ im Monat für Lebensmittel und Drogerieartikel aus und spare den Rest, da ich unterschiedlich hohe Ausgaben habe.
Dann nehme ich dieses Geld und bereite 5 Briefumschläge vor. In die ersten 4 Umschläge lege ich dann je 100€ für den Wocheneinkauf. Der letzte Umschlag mit 50€ bleibt für Unvorhergesehenes übrig.

Vorteil: Man bleibt im Limit und muss mit dem festgesetzten Geld auskommen.
Nachteil: Größere Einkäufe (Rabattaktionen) sind so kaum möglich oder man muss mit dem Geld der nächsten Woche etwas abziehen.

Tipp 2
Wirkliche Sonderangebote überprüfen. Gerade bei Rabattaktionen im Bereich Haushalt & Drogerie versuchen die Hersteller den Kunden zu veräppeln. Mengenrabatt
- Waschmittel sind nur unter 0,20€ pro Waschgang günstig
- Geschirrspültabs nur unter 0,15€ pro Tag
Online kann man das natürlich auch vorher abchecken (Aktionsfinder)


Tipp 3
Kleinausgaben merken, Kassenzettel aufbewahren. Gerade die kleinen Ausgaben im Alltag summieren sich am Ende ordentlich: Der Bäcker, McDonalds, überteuerte Tankstellenartikel, unterwegs eine Kleinigkeit Essen usw.
Vorallem das Trinken unterwegs schlägt oft mit 1€ zu Buche (Baumarkt, Buchladen), obwohl eine Flasche Mineralwasser sonst nur 1/4 davon kostet.



Meine Tabelle
Letzendlich habe ich mir eine simple Excel-Tabelle gemacht, die ich am Monatsende füllen. Alle Kassenzettel werden in der Zwischenzeit in eine Holzbox im Flur gelegt. Wenn wir tanken fahren, wird IMMER mit Bankomat (Ec-Karte) bezahlt, da ich so am Monatsende sehen kann, wann wir wo getankt haben.

Sobald ich etwas mehr Zeit habe (Weihnachten, Ostern) analysiere ich dann meine kleine Tabelle (eh automatisch).
Verglichen mit dem Durchschnitt haben wir etwas andere Ausgaben, da wir 2 PKW (Versicherung, Benzin, Vignette, Reparaturen) benötigen. Für 2 gebrauchte PKW muss man mit Abschreibung schon 500€ pro Monat rechnen (täglich 60km pro Person Fahrt!)

Österreichischer Durchschnitt (Statistik)
- Wohnen & Energie 30%
- Ernährung 15%
- Verkehr 10%
- Freizeit 35%

Bei einem durchschnittlichen Haushaltseinkommen von 2.300€
heißt das dann: 690€ Wohnung, 345€ Lebensmittel, 230€ Pkw, 805€ Freizeit (Alkohol, Tabak, Kino, Zeitschriften, TV, Bildung, Kommunikation, Sport, Sonstiges).

































"Geheimtipp"

Meine Nachbarin (2 Personen, 1 Katze) hat da ja einen ausgeklügelten Tipp, den ich wohl so nie übernehmen werde: Sie nimmt sich am Monatsanfang 400€ mit nach Hause und legt das Geld in eine Schublade. Je nach Bedarf (für kleinere Einkäufe, Bäcker) nimmt sie sich was heraus und bezahlt damit. Oft geht sich das aber in der 4. Woche (des Monats) nicht aus und sie (und ihr Mann) holen sich noch etwas vom Konto (Einkauf Supermarkt, Reparaturen).
Daraufhin angesprochen, wusste sie jedoch nicht, wieviel sie wirklich im Monat für Lebensmittel ausgibt, da diese 400€ für verschiedene Zwecke verwendet werden. Sowas ist mir zu unübersichtlich, auch da ich am Jahresende eine Aufstellung mache, wieviel wir in die Wohnung (Sanierung) gesteckt haben.

Kommentare:

  1. Ich finde das sehr interessant und lese gerne bei dir. Weiter so.

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  2. Das freut mich sehr, dass du regelmäßig was Interessantes entdecken kannst ;-) Ideen, Vorschläge? Gerne her damit.

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Sag was, ich beiße nicht ;-)

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