Samstag, 13. Juli 2019

Challenge: 28 Tage Plastikfasten {Teil 4} Küche & Essen

Im vierten Teil geht es um das Thema Küche und alles was mit Essen zu tun hat. Hier entsteht ja fast der meiste Müll, wenn man sich allein mal die irrsinnigen Verpackungsberge anschaut, in die unsere Lebensmittel tagtäglich verpackt werden.



Aber Plastikfasten beginnt nicht nur beim Einkaufen, sondern auch Zuhause in den eigenen 4 Wänden. Die beliebten und bunten Plastikschüsseln, Besteck oder die Brotbox: das alles ist meistens leider aus Plastik....





Küchenzubehör:
Das Küchenzubehör und die meisten Küchenhelfer wie Pfannenwender bestehen bekanntlich aus Plastik. 😒 Zuhause haben sich bei uns Plastikschüsseln, Schalen, Dosen und Boxen gestapelt und angesammelt. Damit ist jetzt Schluss! 😧 Einen Großteil habe ich verschenkt und älterer Kram wurde entsorgt....



➡️ Alternative:
Wir hatten vorher schon einige Glasdosen (hitzebeständiges Quarzglas) von LOCK&LOCK und diese kann ich auch vorbehaltlos weiterempfehlen. Man kann direkt heiss einfüllen und später auch Essen Einfrieren. Auch das Überbacken im Ofen ist problemlos möglich bis 250°C..... Auf billige Glasdosen von Kik, Tedi und Action sollte man verzichten, diese sind oft nur bis 80 oder 100°C erhitzbar 🍵 und nicht aus starkem Borosilikatglas..
➡️Als zweite Alternative ist Edelstahl stabil und langlebig, hier haben wir ein Schüsselset und nun auch alle Küchenhelfer ersetzt
➡️ Natürlich ist Holz ein toller Werkstoff und Besteck oder Rührlöffel (aus Olivenholz) sind besonders schön anzusehen! 🌱




Getränke:

Es geht um Getränke und hier im Speziellen um Mineralwasser. Wer kennt sie nicht, die leichten Plastikflaschen im handlichen 6er Pack? Aber auch hier fällt wieder viel Müll an... 🗑️
➡️ Fakt ist auch: Die Konzentration an hormonähnlichen Stoffen (durch die Weichmacher) sind in PET Flaschen deutlich höher als in Glasflaschen! (Studie des Institutes für Ökologie, Evolution und Diversität der Universität Frankfurt) 🏫






🌱Das ewige Umherschleppen von Getränkeflaschen ist mir aber schon länger auf die Nerven gegangen, wo wir doch 1A Trinkwasser aus der Leitung bekommen! 🤔 Und so haben wir uns einen *Sodastream* mit Glasflaschen angeschafft. ✔️

Wasser haben wir zuhause und alle 60l kauf ich mir eine volle Kohlensäurekartusche (6.99€).... Für warme Getränke ist die Edelstahlflasche natürlich auch eine super Alternative... 🌱




Milchprodukte:

Hier dreht sich alles um Milchprodukte, die ja bekanntlich fast nur in Plastikbechern und/oder Tetrapaks abgefüllt werden... 🥛
Bis 1990 war der Marktanteil an Milch in Flaschen relativ hoch, danach startete der Siegeszug der H-Milch in Tetrapaks. Leichter, günstiger, lichtundurchlässig und umweltfreundlich. 💡Aber Tetrapaks sind aufgrund der wasserdichten Innenbeschichtung Verbundstoffe, nicht wiederbefüllbar & nur zu 36% recyclebar!!






➡️Neuerdings gibt es nun Milchprodukte wie hier (#Schärdinger) wieder im Glas zu kaufen! Der Marktführer 'Berglandmilch' hat den Trend der Konsumenten aufgeschnappt und in Wörgl (Tirol) eine Abfüllanlage gebaut und seitdem gibt es sogar 2 Sorten Milch in der Glasflasche zu kaufen: ➡️Bio-Vollmilch ('Ja natürlich!') ➡️Bergbauern-Milch (konventionell) [*Werbung*] 🥛


Nun ist der Vergleich zwischen beiden Varianten schwierig. 🚛 9000 Liter Milch in Tetrapaks passen aufgrund des Gewichts in einen LKW. 🚚🚚 In Glasflaschen benötigt man 2 Fahrzeuge und somit doppelt soviel Transportkosten. 💡Problem: Die Glasflasche ohne Pfandsystem ist nicht wirklich ökologisch vorteilhaft, da Einwegartikel. Hier hat sich der Hersteller Berglandmilch leider mit einigen vorschnellen Ausreden aus der Affäre gezogen (Hygienemassnahmen, Platz beim Händler, Sicherheit beim Nachbefüllen usw.) 😒 

Wenn man bedenkt, dass schon jahrelang Yoghurt in Gläsern (Landliebe!), Mineralwasser und Bier problemlos im Mehrweg System vertrieben werden, ist das ja ein Beweis, dass Pfandglas funktioniert! ➡️ Alternativen gibt es genügend, wenn man einen Bauernhof in der Nähe hat. Regionale Milchprodukte werden oft in Mehrweg Flaschen angeboten und vor Ort direkt abgefüllt, so entsteht kein umständlicher Lieferweg oder hohe Transportkosten. Vorteil: statt billiger H-Milch gibt es oft (Bio) Frischmilch/Rohmilch zu kaufen, weil die Kunden beim Erzeuger Qualität und Tradition fordern und erwarten... 🙋🏼‍♀️🙋‍♂️Und beim direkten Hofverkauf ist der Kunde immer noch König. 😉




Gebäck/Brotwaren
 🍞🥐🥖🥨 In den meisten Supermärkten gibt es mittlerweile Selbstbedienungstheken, wobei hier jederzeit Unmengen an kleinen Plastikbeuteln /Sackerl bereit liegen. Leider wird auch warmes, frischgebackenes Brot schon vor Ort eingepackt und etikettiert. ... Die Problematik dieser Verpackungseinheiten offenbart sich erst zu Hause: Papierbeutel mit "Plastikfenster", eigentlich Abfall, der getrennt gehört! Noch dazu entsteht bei uns schon in 2 Wochen enormer Verpackungsmüll, der nicht mal wiederverwendbar ist.





➡️ Alternative: Stoffbeutel oder Mehrweg Netze für den Kauf von Brot & Co. 😉 

Waschbar , plastikfrei und wiederverwendbar. 🌱

Kauftipp: 8er Set Baumwollbeutel für 13,99€ (Amazon*) 



Obst

Auch in der Obstabteilung gibt es leider sehr viel Plastikmüll... Meist kann man nur Bananen und Äpfel separat kaufen, aber viel wird in Grosspackungen angeboten. 1.5kg Äpfel oder 2kg Orangen sind keine Seltenheit und leider hat man dann immer wieder Problemfälle (braun, schimmlig) dabei. Durch solche Grosspackungen wird dem Kunden auch oft suggeriert, dass er/sie ja ein Schnäppchen macht^^, weil ja soooo viel Inhalt für wenig Geld angeboten wird. Letztendlich wird das Thema #Lebensmittelverschwendung dadurch noch gefördert. 🛒
In der EU werden pro Person 👩🏼 jährlich ca 179kg Lebensmittel weggeworfen!






 ➡️ Alternative: Mehrwegnetz statt Plastiksackerl nehmen. Grosspackungen vermeiden, weil weniger ist mehr. 😉 🌱
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Gemüse:

In der Gemüse Abteilung kann man am einfachsten auf Plastik verzichten, weil es die Artikel eigentlich auch als Stückware gibt, ganz ohne Verpackungsirrsinn! Gemüse ist oft zweifach oder dreifach in Plastik verpackt, was einfach total unsinnig ist.




➡️ Alternative: Ein wiederverwendbares Gemüsenetz mitbringen und Verpackungsmüll vermeiden! 😉
➡️ Vorteil: Man kauft Einzelware und kann sich die besten Stücke selbst aussuchen, anstatt einen 3er oder 5er Pack zu kaufen (verbrauche ich überhaupt so viel?) und spart Müll. 🌱 


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FAZIT:
Die Umsetzung im Bereich 'Küche & Essen' war jetzt für uns nicht so schwierig. Das Ausmisten der alten Plastikschüsseln und Ersetzen durch Glasware war ja schon Phase 2. Für das Erwärmen von Lebensmitteln haben wir ja schon seit längerem nur Glasbehälter verwendet und das nicht nur aus geschmackliche Gründen.
🛒 Beim Einkaufen muss man schon etwas planen und Umdenken, was mitunter etwas zeitaufwendiger war. Der unbedachte Griff zu den Plastiksackerl im Supermarkt war halt immer recht praktisch, aber nun mit Mehrwegnetz & Co muss man selber etwas mitbringen (und dran denken!) und man fällt schon etwas auf. #positiv
Wenn man nicht mehr zu Grosspackungen greift - also statt 2kg Äpfel nur mehr 5 Stück kauft - wird man als Kunde wählerischer und aufmerksamer! Plötzlich kauft man nur mehr kleinere Mengen und das ist auch gut so. 😉 

Aber leider gibt es nicht 100% der Artikel in plastikfreien Varianten, gerade im Bereich 'Bio-Obst und Bio-Gemüse'... 🥒🍅🥕🥔🍆 Dies ist irgendwie recht paradox, schließlich sollten doch gerade Bioprodukte so ganz und gar plastikfrei verpackt sein. Einfolierte Gurken sind ja nicht sehr biologisch, oder?

 ➡️Fazit: Zuhause stapeln sich nach dem Einkaufen nicht mehr Unmengen an Verpackungsmüll, was mir gleich als erstes aufgefallen ist. ☝🏻
Einkaufen wird zum Erlebnis, weil man nun aktiv auf der Suche ist und nicht einfach zugreift....
Ich freue mich daher schon auf die kommende Woche und neue plastikfreie Ideen... 🌱




 Weitere Ideen:



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