Dienstag, 5. Januar 2016

Spieltipp: Montessori Sammelkiste

Eine kleine Spiel- und Sammelkiste im Sinne von Montessori haben wir uns vor einiger Zeit zusammengestellt. Kinder wollen ihre Umgebung und auch Spielsachen selber entdecken und brauchen eigentlich nicht immer irgendwelche grellbunten Elektronik-Lerntiere.
Die einfachen Dinge im Haushalt sind nämlich oft viel interessanter (Töpfe, Wäscheklammern, Bürsten), weil wir als Eltern diese Dinge immer verwenden und daher muss es ja irgendwas tolles sein^^

Die unzähligen (überteuerten) Spielwaren sind eigentlich überflüssig, weil man mit einfachen Mitteln selber Spielideen für Kleinkinder entwickeln kann. Es muss nicht immer alles bunt, laut und aus Plastik sein, um Begeisterung und Spielspass hervorrufen zu können.

Eine Sammelkiste mit Fühlsachen habe ich daher mal für Zwischendurch hingestellt:


Manchmal ist weniger nämlich mehr ;-)



Verwendung der Sammelkiste:
1. Sinne schärfen
Wenn irgendein Haushaltsartikel oder Spielware die kleine Prinzessin länger zum Spielen anregt, kommt das Teil ins Körbchen. Dann setzten wir uns gemeinsam hin und breiten eine Decke über uns aus. Darunter kommen die Sachen und wir befühlen sie. Jedes Teil hat eine andere Besonderheit, an der man es erkennen kann.

  • Holztiere mit spitzen Ohren und Mähne
  • ein Holzapfel (aus einem Apfelbaum geschnitzt)  
  • eine weiche Holz-Massagebürste
  • ein fester Luffa Schwamm (getrocknete Meergurke?)
  • Haarbürsten, Haarklemme
  • Drehwurm
  • Klangbausteine
  • ein weichen Ball (mit Gummistacheln)
  • Kokosnus-Schalen
  • Bernstein-Kette
  • usw.


Weitere Spielideen:


2. Unterschiede feststellen:
- Alle Teile nach weich/hart sortieren

3. Tasten, Fühlen, Feinmotorik
- mit den Sachen streicheln, bürsten oder massieren





Maria Montessori (1870-1952) 
entwickelte bereits in frühen Jahren didaktische Materialien für geistig behinderte Kinder, studierte Pädagokik und Psychologie und eröffnete dann 1907 in Italien ein Kinderhaus. Aufgrund ihrer Erfahrungen entwickelte sie dann die Montessori-Methode (Erziehung von Kindern) und die daraus folgende "Montessoripädagogik". 

Kinder spielen nicht nur gerne, sie wollen mit allen Sinnen selbstständig entdecken und lernen: Fühlen, Tasten, Matschen, Schütteln, Sortieren. Der Grundgedanke von Montessorie ist „Hilf mir, es selbst zu tun“.
Etwas selbst zu schaffen und darin erfolgreich zu sein, bringt nicht nur ein Glücksgefühl, sondern auch Selbstvertrauen. Viel wichtiger als Lob (von Außen) ist doch die eigene Freude an der Sache, weil man etwas gerne macht (Bsp. malen) und durch Übung immer besser darin wird.

Die Verfeinerung der Sinne und Fähigkeiten kann man als Eltern also am besten unterstützen, in dem man dem eigenen Kind folgt und schaut, wofür es sich besonders begeistert.



 





Tipp:
Weitere tolle Spielideen (auch nach Alter sortiert) zum Thema Montessori gibt es hier: Eltern vom Mars.


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