Mittwoch, 30. April 2014

Die richtige Ernährung (Kinderwunsch & Schwangerschaft)

Da ich in meinem Bekanntenkreis erst vor kurzem darüber diskutiert habe, möchte ich mal rückblickend einige Sachen aufzählen, die meiner Meinung nach wichtig sind für eine beginnende Schwangerschaft. Neben Über- und Untergewicht kann nämlich auch ein Ernährungsmangel zu Problemen beim Eisprung führen!

Neben einer ausgewogenen Ernährung mit Gemüse & Obst gibt es u.a. einige besondere Lebensmittel und Kräuter (für Tee), die dem Kinderwunsch auf die Sprünge helfen können.






Um die Fruchtbarkeit (Frau & Mann!) zu erhöhen, kann man durchaus einige Dinge tun, bevor man zu einem Spezialarzt (Hormontherapie etc.) fährt:

Lebensmittel
- Rauchen & Alkohol reduzieren und vermeiden*
- Kaffeegenus reduzieren: ab 300mg Koffein/Tag problematisch
- B-Vitamine: zur Bildung der Hormone Östrogen, Progesteron
- Karotten (ß-Carotin, Vit C): bessere Eireifung !
- Vitamin E: Einnistung (ein Mangel hemmt Einnistung)
- Folsäure nehmen (Test Vitamintabletten)

Sonstiges
- viele Amalgan-Füllungen können problematisch sein (Verringerung der Häufigkeit ES)
- Untergewicht: häufig kein Eisprung
- Übergewicht: häufig Zyklusstörungen, Diabetis, PCO-Syndrom
--> optimal 29%-30% Körperfett (Fruchtbarkeit)
- 1-2 Monate Verzicht auf Weichmacher (Essen aus Plastikgeschirr) - Hormonhaushalt!
- Stress und psych. Belastungen reduzieren


Der häufige Genuss von Alkohol und das tägliche Rauchen haben vor allem beim Mann drastische Auswirkungen auf die Spermienqualität. Dies wurde in einer franz. Langzeitstudie untermauert. Link 
"Eine Ernährung reich an Antioxidantien mit viel Vitamin C und E, mit Zink und Beta-Carotin scheint die Spermaqualität zu verbessern." Studie



Die Frau:
Folgenden Tee kann man sich in der Apotheke zusammenmischen lassen. Teilweise gibt es auch schon fertige Teebeutel vom Kinderlein-Komm-Tee.
Das häufigste Problem besteht darin, dass die Eireifung zu lange dauert oder die Zykluslänge nicht stimmt.


Tee 1 Zyklushälfte
- Himbeerblätter (1 Zyklushäfte trinken): fördern Eireifung
- Eisenkraut: regt Bildung des Hormon FSH (Eisprung) an
- Frauenmantel: fördert die Eireifung
- Beifuss: Fördert den Eisprung
- Holunderblüten (unterstützt follikelstimulierendes Hormon in Hirnhangdrüse)
- Salbei (östrogenartig)
- Basilikum: regt die Libido an
- Folsäure: Einnistung

Tee 2 Zyklushälfte
- Frauenmantel (ab ES trinken): gelbkörperfördernd
- Schafgarbe: blutbildend & stärkend
- Lavendel, Melisse: Stressabbau
- Mönchspfeffer: gelbkörperfördernd
- Brennessel: stärkt




Der Mann:
- Brennessel: stärkt die Spermaqualität
- Selen, Zink: Anzahl & Beweglichkeit Spermien
- Vitamin C: 200mg/Tag verdoppeln nachweislich die Spermienanzahl
- Vitamin D: Spermienbeweglichkeit
- Vitamin E: Verbesserung Spermiogramm
- Zink: Spermienanzahl
- Kürbiskerne: Potenz
- Antioxidantien (Gemüse, Salate, Nüsse) erhöht die Fruchtbarkeit
- L-Carnitin (Aminosäure): Mangel = schlechte Spermienqualität
- zuviel Milch & Käsekonsum (weibl. Östrogene!) ab 80g täglich: schädigt Spermien




Die Hormone
Neben den Schilddrüsen- (TSH, T3) und Hypophysenwerten (FSH, LH) sind folgende Hormone für die Fruchtbarkeit wichtig:
  • Progesteron = Gelbkörperhormon; eine Gelbkörperschwäche erschwert das Einnisten der befruchteten Eizelle und erhöht die Neigung zu Fehlgeburt.
  • Östrogen = weibliche Sexualhormone; ein Mangel kommt unter anderem bei älteren Frauen, bei frühzeitigem Klimakterium oder bei Unterfunktion der Eierstöcke vor.
  • Testosteron = männliche Sexualhormone; ein erhöhter Wert spricht für eine Unterfunktion der Eierstöcke und kommt unter anderen bei Zysten vor (z.B. PCO-Syndrom).
  • Prolaktin = Milchbildungshormon; kann durch Stress oder bei Unterfunktion der Schilddrüse erhöht sein und bringt Zyklus sowie Eisprung durcheinander.



Ernährung vegetarisch / vegan
Obwohl es viele Menschen nicht gerne hören: Veganer haben häufiger Probleme schwanger zu werden, weil sie recht schlank sind. Gerade weil sich Vegetarier und Veganer gesund ernähren, sind sie im Durchschnitt schlanker als die restliche Bevölkerung. 
Problematisch ist:
  •  das Untergewicht bei der Frau: Zyklusprobleme und Aussetzen der Menstruation
  • eine Kalorienreduzierte Ernährung kann dazu führen, dass sich die Gebärmutterschleimhaut nur wenig aufbaut. Dadurch kann sich kein Ei einnisten
  • Sojaprodukte*: Isoflavone wirken hormonähnlich und beeinflussen den Östrogenspiegel
  • Vitamin B12 Mangel vermeiden.
 
*Bei den Männern wirkt Übergewicht und der häufige Genuss von Sojaprodukten negativ auf die Spermienanzahl. Studie



 Untergewicht
 Das Körpergewicht einer Frau hat viel Einfluss auf die Fruchtbarkeit an sich. Untergewicht besteht ab einem BMI von 18,5. Eine junge Frau (1,65cm) hat mit 50kg somit Untergewicht.

"Bei Frauen wirken sich Störfaktoren wie beispielsweise Untergewicht auf die Hormondrüsen des Gehirns aus. Es kann sein, dass vom Hypothalamus keine ausreichenden Mengen des Hormons GnRH (Gonadotropin Releasing Hormon) mehr gebildet werden. Daraufhin kann die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) die Hormone LH und FSH nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt und in ausreichenden Mengen produzieren. Der weibliche Zyklus gerät aus dem Gleichgewicht und der Eisprung kann ausbleiben. Je seltener ein Eisprung stattfindet, desto niedriger stehen auch die Chancen für eine Frau, schwanger zu werden." Link

 
"Einige Diäten können zu Zyklusstörungen führen oder den Körper dazu bringen, auf „Sparflamme" zu schalten, die keine Schwangerschaft erlaubt. Auch Leistungssport oder schwere körperliche Arbeit kann eine Fruchtbarkeitsstörung verursachen." Link


Übergewicht

"Da ein Teil der männlichen Hormone (Androgene) - die auch bei Frauen vorkommen - im Fettgewebe produziert wird, führt Übergewicht zu einem erhöhten Androgenanteil (Hyperandrogenämie), der bei der Frau die Eizellreifung stört. In ausgeprägter Form kann sich daraus das Krankheitsbild der polyzystischen Ovarien (PCO-Syndrom) entwickeln, bei dem eine Vielzahl unreifer Eibläschen vorzeitig verkümmert."  Link


Fruchtbarkeit: Sonstige Probleme


 

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