Sonntag, 8. November 2015

Die Krabbelstube ruft...

Die kleine Prinzessin soll ja bekanntlich im Frühjahr 2016 endlich in die Krabbelstube gehen, damit ich beruflich wieder durchstarten kann. Auch wenn es nur Teilzeit sein wird, kommt damit auf uns eine Veränderung zu, die sicherlich einiges abverlangen wird. Mein Mann arbeitet im Schichtdienst (4er Schicht) und kann somit an manchen Tagen wenig zum Thema "Hinbringen/Abholen" beitragen.

Die erste Hürde war jedoch schon die Anmeldung. In unserem Ort (5000 Einwohner) gibt es eine Krabbelstube (20 Plätze) und zwei Kindergärten, jedoch nicht von der Gemeinde betrieben sondern der Caritas. Nun läuft die Anmeldung jeweils im Januar/Februar/März für das aktuelle Jahr und genau das ist das Problem. Wenn ich nämlich einen Platz im März 2016 benötige, muss ich mich im Januar 2015 anmelden. Leider waren bereits in diesem Zeitraum alle Plätze schnell vergeben und die restlichen Anmeldungen kamen auf eine Warteliste.
Die Krabbelstube startet dann ja immer im September 2015 bis Juli 2016.
Offensichtlich soll hier Zeit für irgendeine Planung einkalkuliert sein, aber trotzdem lief dieser ganze Anmeldeirrsinn dieses Jahr total schief.




Auf 20 Plätze kamen nämlich rund 30 Anmeldungen. Natürlich springt auch hin und wieder jemand ab, oder zieht in einen anderen Ort, aber rein mathematisch habe ich Pech gehabt. An diesem Platzproblem ändert sich auch nicht wirklich was und es sind nun einige Mütter betroffen, die sich nun einen Kopf machen müssen. In unserer Spielgruppe ist das Thema dann auch aufgekommen, weil so eine Absage für manch eine alleinerziehende Mutter doch sehr dramatisch sein kann.
Das Thema Bedarfsdeckung (siehe unten) ist also in meiner Gemeinde nicht gegeben...

Nun gibt es ja natürlich auch Nachbargemeinden, die glücklicherweise mehr Plätze haben und schon vor einiger Zeit die Krabbelstube und die Kita ausgebaut haben. Nach einer ewigen Herumtelefoniererei habe ich dann endlich Licht am Ende des Tunnels gesehen:
2 Orte weiter bekomme ich nun einen Platz im Frühjahr 2016 und die kleine Prinzessin kann dort spielen gehen^^


Thema Gastbeitrag:
Der Besuch in einer anderen Gemeinde ist bürokratisch gesehen in Oberösterreich nicht ganz so einfach, wie ich mir das gedacht habe. Eigentlich müsste meine Heimatgemeinde ja für alle Kinder im Ort einen Betreuungsplatz anbieten können, was ja derzeit nicht so ist. Ein Bedarfsgerechtes Angebot gibt es nicht und auch im nächsten Jahr sieht das problematisch aus, weil der Kindergarten übervoll ist und kaum Kinder von der Krabbelstube rübergehen können.

Und da nun mein Kind in einen fremden Kindergarten geht, entstehen ja Kosten und diese muss dann meine Gemeinde tragen (=Gastbeitrag)
Das Oö. Kinderbetreuungsgesetz kann man sich hier mal ansehen: Link









Nun musste ich also zur anderen Gemeinde und mir eine Bestätigung über den Gastbeitrag abholen. Der Gastbeitrag für Kinder unter 3 Jahren beträgt nämlich 262,50€ monatlich. In meiner Gemeindeverwaltung wurde dann dieser Zettel bestätigt und kommt nun zur anderen Gemeinde, damit das Finanzielle erledigt ist.



Die Krabbelstube
Der Besichtigungstermin lief recht gut und weil die ganze Einrichtung natürlich nagelneu ist, kann man nicht meckern. Die WC-Räume inkl. Miniklo sind wirklich toll gemacht und für jedes Alter angepasst. Das Essen wird jeden Tag frisch (aus meiner Gemeinde!) angeliefert und kostet 3€ pro Tag.

Da ich auch schon eine andere Krabbelstube besichtig habe, sind mir gleich einige Unterschiede aufgefallen. Je nach Öffnungszeiten muss und kann man ja nur seine eigene Arbeitszeit anpassen.

Im Durchschnitt kann man die Kinder ab 7.15 Uhr hinbringen und dann entweder mittags oder um 15 Uhr abholen. Um 11:30 Uhr gibt es Mittagessen und dann schlafen die kleinen Zwerge im Ruheraum. Um 12-12:30 Uhr könnte man dann hier das eigene Kind abholen.

In unserer Gemeinde ist das nicht möglich. Entweder wird das Kind um 12 Uhr abgeholt (ohne vorheriges Essen) oder es schläft dort und bekommt ein Mittagessen. Komisch oder?

Allgemein dürfen Kinder unter 3 Jahren nicht länger als 6h pro Tag in eine Betreuungseinrichtung gehen, zum Wohle des Kindes.



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