Sonntag, 19. April 2015

Checkliste: die Erstausstattung für ein Baby

Da ich nun einige Sachen bereits wieder weggepackt oder verkauft habe, möchte ich hier mal eine sehr umfassende Liste der Erstausstattung für die ersten Monate auflisten. Es gibt zwar schon einige Listen im Internet, aber oft fehlt einiges und Kommentare findet man auch keine dazu.

Für die Babysachen muss man meist tief in die Tasche greifen, wenn man nicht aufpasst (auch wenn man einige Sachen von Freunden und Bekannten übernehmen kann) und spätestens im 10. Schwangerschaftsmonat sollte man diese Anschaffungen wirklich einplanen.



Eine Checkliste (incl. Preise) zum Ausdrucken (PDF) findest du am Ende!


Neben der Zimmerausstattung  braucht man mehr oder weniger:

1. Kleidung
2. Textilien
3. Dinge für Unterwegs
4. Kinderzimmer


Nicht alle Sachen müssen zwingend neugekauft werden, weil man einiges wirklich nur kurzfristig benötigt, wie die Babywiege. Bei Willhaben oder auf Kinderflohmärkten findet man oft neuwertige Artikel, die günstig zu haben sind.







DIE CHECKLISTE

Kleidung
Hier sollte man bedenken, dass sehr oft die Gr. 56 als Anfangsgröße angeboten wird. Ist das Baby bei der Geburt etwas zarter und kleiner (als 50cm) braucht man aber auch noch Sachen in Gr. 50!

Hinweis: Am Anfang wäscht man ganz sicher nicht alle 2 Tage die Babywäsche und braucht daher mindestens für jeden Tag ein neues Kleidungsstück. Gerade die Bodies sind dann schnell Mangelware, weil man die Windel übervoll war und dann noch 2x ordentlich die Milch retour kam.
Als Höhepunkt musste ich die Kleine mal 3x an einem Tag neu anziehen!

Übersicht Babygrößen


KAUFLISTE:
  • 8-10 Bodies* für den Anfang in Gr. 50/56
    • Sehr praktisch sind Wickelbodies, weil man diese nicht umständlich über den Kopf ziehen muss. Man knöpft sie einfach an den Seiten zu!
  • 5-6 Shirts / Pullover (je nach Saison)
  • 5-6 Hosen mit Dehnbund und/oder Strumpfhosen
  • 2-3 Strumpfhosen
  • 5-6 Strampler mit geschlossenen Beinen (Bsp. auch als Schlafanzug)
    • Allgemein empfehlen sich solche Hosen oder Strampler mit Füßen dran, weil die Babies sich schnell die Socken wegstrampeln und dann kalte Füße bekommen (incl. Schluckauf usw.).
  • 1 Babyoverall (Winter), Schal, Handschuhe, dicke Strumphosen
  • 2 Jäckchen
  • 2-3 Mützen/Hauben (dünn/dick) oder Sonnenhut  
  • 2 Schlafsäcke 
  • 8-10 Paar Söckchen
  • 10 Lätzchen
    • Mindestens 5 Stück zum Binden, weil die Lätzchen mit Klettverschluss so laut sind, dass das Baby schnell wieder wach wird (nach dem trinken).
Meine kleine Prinzessin war 51cm lang und weil die Standardgröße zu weit war, haben wir noch 3-4 Bodies in Gr. 50 besorgt. Diese haben ihr ca. 3 Wochen gepasst.



Hinweis: Auch wenn man ganz sicher ein Sommer- oder Winterbaby bekommt, sollte man nicht strickt alle Sachen in einer Form (Langarm/Kurzarm) kaufen, weil das mal schnell nach Hinten losgehen kann, wie ich selber miterleben musste.
Für den letzten Sommer hatte ich nur kurze Sachen daheim und dann hatten wir mal 4-5 Tage richtig kaltes Wetter und ich hatte (fürs Spaziergehen) weder eine lange Hose (nur Capri usw.) noch eine langärmlige Strickjacke daheim.

Thema: Gebraucht vs. neue Kleidung (Einsparpotenzial)






Diese Sachen werden sich dicht am Baby befinden und sollten daher unbedingt vorher 2-3 mal gewaschen werden. Es empfiehlt sich ein Sensitiv Waschmittel ohne Parfüm und ohne Weichspüler (Beispiel)
  • 2 große Babydecken
    • zum Ablegen (80x80cm oder 80x100cm) oder als Unterlage
    • 1 dickere Krabbeldecke  
      • ohne viel Plastikgedöns, enthalten oft giftige Weichmacher!
    • 2 kleine Kuscheldecken zum Einwickeln, zudecken, fürs Auto usw.
    • evtl. Fusssack (Winter) oder Schafffell (Winter&Sommer)
      •  Wir haben das Schafffell seit März im Kinderwagen. Im Sommer kann man das Baby direkt darauf legen und es schwitzt nicht!
    • 2x Bettwäsche + Laken oder Schlupfsack/Schlafsack
      • plus Bettdecke und später ein dünnes Kissen/Polster
      • 10-20 Mullwindeln (als Spucktücher)
        • Sogenannte Spucktücher aus Mullstoff braucht man sehr viele, da man sie praktisch überall hinlegen kann:  Wickelstation, im Bett, beim Stillen...
        • Da die Mullwindeln sich fast wie Leinen anfühlen, gibt es auch dickere Spucktücher (Baumwolle), was ich für den direkten Hautkontakt (Gesicht liegt drauf) angenehmer finde.
      • 1-2 Moltontücher (Nässeschutz für Sofa etc) 
        • wasserdichter Schutz für empfindliche Möbel usw.
      • 2 weiche Handtücher mit Kapuze  oder Poncho
      • 5-10 Waschlappen
        • kommt wieder drauf an, wie oft man Wäsche anstellt. Mit einem feuchten Waschlappen kann man das Gesicht, die Finger und auch einen empfindlichen Windelbereich gut waschen.
      1. Mulltücher/ Spucktücher  2. Waschlappen  3. Handtusch mit Kapuze  4.Lätzchen  5. Decke (Baumwolle) zum Unterlegen  6. Kuscheldecke (Microfaser)


      Auch wenn die Polyester & Microfaser-Decken so kuschlig weich sind und schön aussehen, für den Sommer sollte man sich unbedingt eine reine Baumwolldecke besorgen. Liegt das Baby die ganze Zeit nur auf so einer Plastikdecke, schwitzt es stark und hat schnell einen roten Hinterkopf und evtl. Hitzeausschlag. 
      Reine  Baumwolldecken sind hautsymapthischer!






      Die Mobilität bedeutet fast immer einen sehr großen Kostenfaktor bei der Erstausstattung. Hier sollte man auf Qualität und Langelebigkeit achten und keinesfalls überstürzt irgendwelche Billigsets (Kinderwagen + Buggy + Babyschale) für 200€ kaufen. Solche minderwertigen Artikel (Babyschale für 20€?) bieten wenig Sicherheit und kaum Komfort, und enthalten noch dazu oft giftige Weichmacher. Außerdem muss man sich dann mit dem unhandlichen Kinderwagen abmühen, weil die Räder nur Luftreifen haben, ungefedert sind und die Verarbeitung allgemein recht "preisgünstig" ist.

      Hochwertige Artikel (wie Teutonia) kann man auch bei Willhaben günstig gebraucht kaufen.
      • Kinderwagen (Übersicht) plus Sonnenschirm, Regenschutz, Fuss-Sack, Schaff-Fell
        • reine Stadtnutzung?
        • Offroadvariante: Gehwege, Wald usw.
      • Autositz (Babyschale + Base), evtl. Rückspiegel
        • billige Variante meist 0-9kg
        • teure Variante dann 0-13kg nutzbar!
      • Tragetuch oder Tragesystem (Übersicht)
      • Wickeltasche  (Inhalt)
      • Reisegitterbett
      • Wickelstation mobil




      das Kinderzimmer

      Für das süße Prinzessinnenzimmer oder das Abenteuerreich gibt es unzählige Dekoartikel und Möbel, was dazu führt, dass die Preisgrenze nach oben offen ist.
      Mit der Bettproblematik sollte man sich vorher auseinandersetzen, da es ja 4 verschiedene Möglichkeiten für die ersten Monate gibt.

      • Kinderbett bzw. Gitterbett (60x120 oder 70x140cm) 
        • mit Matratze, 
        • Nest, Umrandung (mit geringer Höhe, um Wärmestau zu vermeiden)
        • Himmel
        • Mobile, Spieluhr

      • Beistellbett fürs Schlafzimmer
        • Babybay oder ähnliches (bis 4-5. Monat nutzbar) 
      • Wiege zum Schieben (für tagsüber)
      • Laufstall höhenverstellbar


      Je nachdem wie weit bestimmte Räume im Haus entfernt sind, lohnt sich die Anschaffung einer kleinen fahrbaren Wiege. Dadurch spart man sich lange Wege und kann das Baby zwischendurch ablegen. 
      Die gleiche Anforderung erfüllt auch ein Laufstall, der aber mit Abmessungen von 1m x 1m deutlich mehr Platz benötigt.
      Für den nächtlichen Schlaf ist ein Beistellbett praktisch, weil die stillende Mutter gleich rübergreifen kann. Eine Schaukelwiege kann man jedoch auch direkt ans Bett stellen.


      Bei den kleineren Schlafmöglichkeiten (wie Wiege usw.) sollte man auf eine ordentliche Matratze achten, weil meistens nur so dünne Schaumstoffmatten im Setpreis enthalten sind. Diese sind für langes Liegen und den noch weichen Rücken eines Babies aber eher unbrauchbar.

      • Möbel
        • Schrank, Kommode, Regal
      • Wickeltisch (Inhalt)
        • Windeleimer
        • Windeln
      • Zubehör
        • Mobile mit Spieluhr  (zum Ablenken)
        • Deckenlicht /Sternenprojektor (Zum Einschlafen)
        • Nachtlicht*


      *Das Nachtlicht an sich hört sich als wichtige Anschaffung blödsinning an und im Prinzip ist es auch nicht essentiell wichtig. Wer aber 4x nachts aufstehen muss und jedes Mal im Flutlicht (so kommt einem das normale Deckenlicht dann vor^^) steht, freut sich über etwas Augenschonung.
      Das kleine Licht steckt man einfach in die Steckdose und hat trotzdem genügend Licht, um etwas zu sehen (Baby finden hihi).
      Es gibt auch Nachtlichter mit Lichtwechsel, was wir bis heute benutzen. Gerade das warme Licht (rot-orange) vermittelt dem Baby Geborgenheit und Sicherheit wie im Mutterleib...





      Pflegeprodukte

      Die Babyhaut hat einen sehr empfindlichen Säureschutzmantel und sollte daher mit wenig Kosmetik in Berührung kommen. Auch wenn viele Babyprodukte als sensitiv gekennzeichnet sind, ist leider oft Parfüm enthalten, was bei häufigem Gebrauch Allergien auslösen kann.
      Mit wenigen Produkten kommt man eigentlich aus, wenn man auf hochwertige Inhaltsstoffe achtet.

      • Pflegeset: Nagelschere (abgerundete Spitze), weiche Haarbürste, Nasensauger, Thermometer
      • kleine Hausapotheke (Übersicht)
      • Babyöl (Mandelöl etc): nach dem Baden, für trockene Haut, Reinigung wunder Po
      • Pflegeprodukte:
      • Windelzubehör:






      die Ernährung
      Auch wenn man sich grundsätzlich für das Stillen entscheidet, kann etwas Unvorhersehbares eintreten und daher sollte man vorbereitet sein.


      *Stillen*
      Die meisten Sachen hat man für Muttermilch und Stillen bereits parat:
      Mulltücher, eine Brustwarzenpflege, Stillhütchen, Pflegecreme, evtl. Milchpumpe, Stilltee usw.

      **Flaschenmilch**
      Wer nicht stillen will oder kann, benötigt eine Basisaustattung für Flaschenkinder (Übersicht) und ein Gerät zum Sterilisieren der Sachen (Dampfgarer, Vaporisator, Mikrowellensterilisierer).





      das Spielzeug
      -
      Für den Anfang braucht man nur wenig Spielzeug, da sich das Baby in den ersten Wochen für solche Sachen noch nicht so interessiert. Ein buntes Rascheltier oder eine Spirale für die Gitterstäbe sind meist ausreichend. Noch dazu will man ja selber vermeiden, nachts an lärmendes Spielzeug ranzukommen, wenn man das (gerade eingeschlafene) Baby ins Bettchen legen will.

      Natürlich ist ein individuell bedruckter Teddy ein tolles Geschenk, aber gerade in der Wiege /Gitterbett solllte man nicht zuviele Sachen hinstellen, um einen Wärmestau zu vermeiden.

      Ab dem 3. Monat empfiehlt sich ein Greiftrainer oder Activity Decke, sehr ängstliche oder nervöse Babies sollten einfaches Spielzeug ohne viel Sound/Lichter bekommen. Kauftipp







      Checkliste als PDF
      Hier habe ich nochmal die komplette Liste zum Ausdrucken hochgeladen:  Link
      Die angegebenen Preise sind natürlich Durchschnittspreise 
      und schwanken je nach Ausstattung (Setpreise usw.)


      Download



      Um die Datei zu speichern oder auszudrucken, 
      danach einfach rechts oben auf das Symbol klicken




      Kommentare:

      1. Hallo liebe Nachbarin!
        Vielen lieben Dank für die sehr ausführliche Checkliste! Allerdings hätte ich noch eine Frage bezüglich eines Tragetuchs bzw. einer Tragehilfe. Meine Tochter ist jetzt knapp 1,5 Monate alt und ich kann mich einfach nicht entscheiden, ob ich mir jetzt ein normales Tragetuch wie dieses http://haengemattenshop.com/babytragetuch-lollipop-450-cm.html oder so eine ergonomische Tragehilfe http://haengemattenshop.com/smartcarrier-nemo.html kaufen soll. Was ist für ein Baby dieses Alters besser? Oder ist beides nicht optimal? Leider konnte ich aus deinem Tragetuchblog auch nicht schlau werden. Ich hoffe du kannst mir weiterhelfen!

        LG Olivia

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      2. Hallo Olivia,
        ob man sich für ein Tragetuch oder eine ergonimische Trage entscheidet, hängt von sovielen Faktoren ab.
        Das Tragesystem ist immer recht schnell "umgeschnallt", aber nicht so funktionell (Tragetuch mehr Positionen)
        Eine Tragetuch kann später auch für andere Zwecke (Hängematte, Schaukel) verwendet werden.

        Für den Anfang empfiehlt es sich eine Trageberatung aufzusuchen und verschiedene System durchzuprobieren. Für manche Mutter ist der Schultergurd XY optimal und das Tragetuch kneift, für andere Mütter genau andersrum.
        Man kann sich auch bei einigen Onlineshops (keine Kaution) 2-3 Tragen schicken lassen und dann selber ausprobieren.
        Bei Facebook findet man einige Trageberatungen und Events (wo man mal vorbeischauen kann)
        https://www.facebook.com/babytragen

        Ich bin leider mit meinem Tragetuch nicht so richtig warm geworden (zuviel Tuch, das ganze zu warm, dauert zu lange usw.)

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      Sag was, ich beiße nicht ;-)

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