Sonntag, 4. Januar 2015

DDR-Kalender: der 4. Monat [Impfungen]

Auch im neuen Jahr geht es selbstredend mit dem antiken DDR-Babykalender hier weiter. Für jeden Monat gibt es mal hilfreiche, mal merkwürdige Tipps aus nostalgischen Ostzeiten.

Hier ist nochmal die komplette Übersicht vom Inhalt (Link)

 Der 4. Lebensmonat


Zum DDR-Kalender





Der Inhalt ist dieses Mal recht spannend, da es um die Impfung des Kindes geht. In der DDR wurde ab 1960 die allgemeine Impfpflicht stark ausgeweitet.
Durch diese effektive Gesundheitspolitik der deutschen demokratischen Republik wurde der sozialistische Staat geprägt, weil durch dasImpfprogram alle Infektionskrankheiten ausgerottet werden sollten.


Auf der Vorderseite dreht sich wieder alles um Ernährung und Entwicklung des Kindes. Mittlerweile gibt es nur noch 5 Mahlzeiten täglich, ab 22 Uhr ist die Milchbar eh geschlossen...



Auch tolle Breirezepte sind wieder dabei...

Auch damals war schon bekannt, dass zu dicke Babies auch später nach dem Schulalter oft fettleibig.
In den ersten 3 Monaten sollte ein Baby daher maximal 2700g zunehmen!

Die wöchentliche Zunahme im 5 Monat: 130-160g.

Die gute Erziehung soll auch nicht zu kurz kommen, da der kleine Racker nun schon bereits seinen Willen kundtut.
Trotzallem soll man das Kind nun an einen normalen Tagesrythmus gewöhnen und feste Spielzeiten usw. einführen.





Die Imfpungen 


Der Impfkalender in der DDR hat eine mehrfache Impfung der Dreifachwirkstoffe Diptherie, Pertussis (Keuchhusten) und Tetanus (Wundstarrkrampf) vorgesehen. Auch gegen Polio (Kinderlähmung) wurde damals mehrfach geimpft.


Im Vergleich zu heute scheint mir die damalige Impfpolitik noch harmlos. In Österreich erhält ein Baby im 1. Lebensjahr mehr als 20 Impfstoffe verabreicht (3x 6fach Impfung und 3x Schluckimpfung Rotaviren). Ob das alles so sinn- und wirkungsvoll ist, sei dahingestellt.

Pocken, Tetanus, Diphtherie, Tuberkulose, Kinderlähmung.

In der DDR war das Motto jedoch auch etwas volksverdummend:
"Impfen heißt, dass durch die Zufuhr unschädlicher Impfstoffe die gleichen Abwehrstoffe im Körper des Kindes gebildet werden, wie gegen die Krankheitserreger während der Infektionskrankheit."

Die lokalen Impfreaktionen waren natürlich auch damals schon bestens bekannt und die besorgten Eltern wurden im DDR-Kalender "aufgeklärt".

normale Reaktion: Fieber, Schwellungen, Rötungen

Arztvorstellung: ab 39°C





1 Kommentar:

  1. Hallo Nachbarin,
    herzlichen Dank für das Einstellen des Kalenders! Ich habe ihn geliebt und ...weggeschmissen :( Der Monat 6 kame mir jetzt gerade recht ;.)

    LG Ute

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Sag was, ich beiße nicht ;-)

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