Donnerstag, 11. September 2014

DDR-Kalender: der 1. Monat & Ernährung

Auf Wunsch einer einzelnen Dame geht es hier mit dem DDR-Kalender weiter. In den ersten zwei Teilen ging es ja um die Familie und die Schwangerschaft, aber nun ist das Baby da und der Kalender verspricht für jeden Lebensmonat geistige Ergüsse. Vielleicht bekomme ich noch heraus, welche Spezialisten da am Werk waren...

Hier ist nochmal die komplette Übersicht vom Inhalt (Link)

 Der 1. Lebensmonat



Übersicht DDR-Kalender


Hinweis: Ich werde nun nicht mehr jedes Blatt extra hochladen, 
sondern am Ende (12. Monat) einen Download für den gesamten Kalender anbieten (als PDF).



Der 1. Monat ist ja bekanntlich der anstrengenste, weil man wirklich einen kleinen unersättlichen Schreihals bekommt. Das Baby kann sich bei Hunger usw. nicht anders ausdrücken, also wird geschrien, bis Mama die Ohren platzen.


Das tägliche Baden ist auch wichtig!






Das Thema (künstliche) Ernährung ist ja wirklich äußerst interessant. Die damaligen "Ersatzprodukte" waren Ki-Na (Kindernahrung) und Milasan. Außerdem sollte man ab der 6. Woche mit der Zugabe von Gemüse- und Obstsäfte beginnen. Die DDR Eigenmarke hieß daher "Säfte fürs Kind", schlicht und einfach.




Hier wird der 4h Rythmus beim Stillen /Fläschchen geben vorgestellt und auch Nachts Nahrungsentzug vorgeschrieben. Die letzte Mahlzeit gabs um 22 Uhr und dann war Schluss.



Und natürlich gab es früher auch nicht die praktischen Hilfsmittel, die wir heute als selbstverständlich ansehen: ein Fläschenwärmer, Turbo-Wasserkocher usw.
Und deswegen wurde das Milchpulver in kaltes Wasser eingerürht und dann aufgekocht, was natürlich eine Weile gedauert hat.
Wie man heute weiß, sind viele Vitamine aber hitzeempfindlich und werden bei 100°C zerstört, was die ganze Kochempfehlung irgendwo sinnlos macht. Das anschließende Abkühlen auf Trinktemperatur (37°C), war sicherlich auch recht aufwändig.


Für absolute Anfänger gab es dann noch diese Erklärung, woran man den richtigen Nahrungsfluss erkennen kann.





Dazu muss aber gesagt werden, dass es in der DDR keine fertigen Saugeraufsätze wie heute (Größe 1,2,3 usw.) gab, sondern nur normale Gummi-Sauger ohne Loch.
Je nach Bedarf hat man dann mit einer Nadel ein Loch (seitlich) reingepikst und wenn das Baby größer und älter wurde, hat man das Loch vergrößert oder zusätzliche Löcher reingestochen. 






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