Sonntag, 1. Juni 2014

Alltag oder wie vertrödelt man den Tag

So langsam pendelt sich der Alltag bei uns ein. Ich glaube die ersten 4-6 Wochen waren die schlimmsten, auch wegen dem akuten Schlafmangel, Blähungen und Umstellung für uns alle drei.

Bis man ein eingespieltes Team ist, dauert es nun mal.

Der Tagesablauf hat sich natürlich irgendwie geändert, auch wenn die kleine Prinzessin seit knapp einer Woche durchschläft. Heute hatten wir einen Rekord: von 21 Uhr bis 7 Uhr morgens durchgeratzt!
Zumindest in den Abendstunden kann man dann ungestört irgendwelche Arbeiten verrichten oder kann sich mal ne halbe Stunde in die Badewanne legen.
Tagsüber sieht das eher problematisch aus: die kleine Prinzessin ist sehr neugierig und will nicht gerne irgendwo ohne Sichtkontakt abgelegt werden. Sie muss alles genau beobachten und lässt mich nicht aus den Augen. Hin und wieder schläft sie dann bei voller Fahrt in der Babywippe ein. Vielleicht wird sie genauso Achterbahn begeistert werden wie die Mutti.

In der Zwischenzeit haben wir einige Babysachen angeschafft, die etwas mehr Komfort und Zeit für zwischendurch bescheren, so wie die elektrische Babywippe.

Trotzdem bleibt wenig Zeit zwischendurch, das wird für manche Leute weiterhin unbegreiflich bleiben. Viele Leute denken ja immer, dass Mütter den ganzen Tag vertrödeln und vor lauter Langeweile nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen.

Ich weiß es jetzt:



Zwischen füttern/stillen, Windel wechseln, Kind hin und herwiegen, Bäuerchen machen, trösten, Spucke wegwischen, baden, massieren, bespielen, Baby rumtragen und beruhigen, bleibt hin und wieder ein halbes Stündchen Zeit über und dann kann man sich überlegen, was man genau in diesen 30 Minuten persönlicher Freizeit macht:
  • was essen, 
  • aufs Klo gehen,
  • Zeitung & Post lesen
  • Haushalt machen (Geschirrspüler ein/ausräumen, Wäsche machen, irgendwas schnell putzen)
Und wenn´s dann mal länger dauert, Peche gehabt! Das Kind schreit unerbitterlich, weil es Hunger hat, da muss Mutti halt zurückstecken. Man will ja nicht als Rabenmutter vor den Nachbarn dastehen, weil das kleine Baby minutenlang geplärrt hat...auweia.

Und wenn man geradeso alles geschafft hat, was man sich vorgenommen hat, passiert es: Das kleine, süße, schnucklige Baby grinst dich frech an und scheißt den ganzen Strampler voll. Ups, da hat wohl jemand den Gummibund der Pampers nicht richtig zugemacht oder das Aufnahmevolumen ist überschritten! Wenn mein Mann da ist, rufe ich nach einem SWAT-Team zur Unterstützung, wenn er nicht da ist, bin ich ein 1-Frau Team.
Während man dann also einhändig das gelb panierte Baby hochhält und aus dem nassen Strampler schält, überlegt man sich gleichzeitig, in welchem Behälter die Klamotten eingeweicht werden können und wo man schnell baden könnte, in Miniformat halt.
Also wischt man den gröbsten Dreck schnell ab und steckt das grinsende Baby in eine hastig mit warmem Wasser gefüllte Ordnungsbox für 5€. In dieseser 15l Box fühlt sich der Sonnenschein so wohl und strampelt freudig umher, dass das ganze Wasser überschwapt und Mutti ganz nass macht. Innerlich verflucht man sich dann, weil irgendeine teure Baby-Badewanne gekauft wurde, obwohl die Box ja viel mehr Spass macht...
Nachdem das frisch gebadete Prinzesschen neu eingekleidet ist, der nun gelbe Strampler in Waschlauge schwimmt und die provisorische Ersatzbadewanne geleert ist, hat man kurz Zeit sich die eigenen nassen Klamotten vom Leib zu reißen. Wer jetzt praktisch veranlagt ist, denkt sich einfach: da brauchst du ja heut abend nicht mehr baden!

Glücklicherweise wird ja bekanntlich alles irgendwann besser (oder auch nicht?), wenn die Kinder größer werden. Ich hoffe es einfach mal.
Ansonsten kann ich mich nicht beschweren: Die kleine Prinzessin ist recht pflegeleicht und auch kein Schreikind. Es hätte schlimmer kommen können^^

Was da so auf mich zukommt, kann man hier bei MamaMiez lesen.


Sonst so:
Demnächst müssen wir dann wohl mal zum Fotografen im Nachbarort, weil wir für den deutschen Reisepass solche komischen Babyfotos brauchen. Da bin ich mal gespannt, wie der Profi die kleine Nervensäge ablichten will.



Ohrwurm der Woche: Auf uns!


Denk an die Tage, die hinter uns liegen, wie lang wir Freude und Tränen schon teilen...
Ein Hoch auf das was vor uns liegt, dass es das beste für uns gibt!

1 Kommentar:

  1. Ja, wird besser. Der Anfang ist schon hart, daran erinnere ich mich gerade, als ich deine Zeilen lese. In den ersten Monaten war bei uns an Schlaf nicht zu denken und schon bald war ich so betäubt vor Müdigkeit, dass ich nicht mehr wusste, welcher Wochentag war und was ich vor 10 min gemacht hatte.

    Es wird besser. SCHWÖR!
    Oder... es wird ANDERS. Hm.

    He, das hatte ich echt verdrängt.
    Ich sende eine Handvoll guter Nerven.

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Sag was, ich beiße nicht ;-)

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