Dienstag, 9. Juli 2013

Staubsauger Roboter im Vergleich

Da ich in naher Zukunft einen Staubsauger-Roboter anschaffen möchte, habe ich mich mal in der motorisierten Haushaltswelt umgesehen. Es gibt derzeit einige Markenhersteller wie I-Robot oder Samsung auf den Markt, aber für mich sind ganz spezielle Anforderungen wichtig.

Die Preise schwanken zwischen ca. 200€ bis 700€ (neueste Generation). Bei Redcoon gibt es derzeit einen Samsung-Roboter für 155

Foto: amazon.de

1. Die Höhe
Gerade unter dem Sofa fällt viel Staub an und die Fellmäuse sammeln sich hier. Es wäre also sehr wichtig, dass der Roboter niedriger als das Sofa ist. Die meisten Sofas haben einen Abstand von 10-2cm. Die I-Robotmodelle sind standardmäßig 9,2cm hoch.

2. Die Lautstärke
40-60dB sind normale Gesprächslautstärke und man kann problemlos im Hintergrund telefonieren. Ein Rasenmäher ist 80dB laut, mal als Vergleichswert. Die besten Geräte sind nur 60db laut, die meisten jedoch 70-75dB.

3. Timer
Um den kleinen Saugroboter auch mal unbeaufsichtigt arbeiten zu lassen, braucht man einen Timer, ansonsten muss man immer von Hand starten.

4. Saugleistung
Je nachdem für welchen Zweck man diesen Saugroboter nehmen will, braucht man eine andere Leistung. Wenn ich eh 3x wöchentlich staubsauge und den Roboter nur leichten Schmutz saugen lassen will, reichen 20 Watt aus. Hat man aber Tiere und liegen oft Krümel rum, braucht man mehr Power (40W) und mehr Bürsten.



5. Die Ausstattung
Hier unterscheidet der Kaufpreis zwischen Komfort und Fummellei. Manch ein Roboter hat einen großen Staubbehälter (600ccm/600ml) und kann ein ganzes Wohnzimmer ohne Pause saugen und andere Geräte haben nur einen Minibehälter (225ccm). Dies hat zur Folge, dass der Roboter wieder zurück zu Basis muss, um den "Müll" abzuladen. Hat man dann ein billiges Gerät, wo der Staub NICHT automatisch in die Basis gepumpt wird, bleibt der Roboter einfach stehen, bis er menschliche Hilfe bekommt.
Die Bürsten sind das A und O eines Saugers. Hiermit schaufelt er den Staub in sich hinein. Die meisten Geräte haben eine Borstenbürste und eine Seitenbürste. Optimal sind noch 2 zusätzliche (flexible) Büsten, um den Staub aus den Ecken zu holen, schließlich sind alle Saugroboter rund.

Bei Schnäppchen-Angeboten hat man oft das Problem, dass die Lüftungsdüse (wo die warme Luft rausgepustet wird), direkt hinten sitzt und so den restlichen Staub wieder in der Gegend umher pustet. Optimal ist ein Luftaustritt oben auf dem Saugroboter.

6. Abgrenzung
Will man einen bestimmten Raum nicht gesaugt haben, muss man die Durchfahrt (Tür) mit einer virtuellen Wand ausstatten, dann bleibt der Sauger in einem Raum. Hat man mehrere Durchgänge (ohne Tür) entstehen hier wieder Extrakosten für virt. Wände.. Um einen Absturz an einer Treppe zu verhindern, haben die meisten Saugroboter eine Absturzsicherung.

7. Teppich
Manche Sauger schaffen es einen niedrigen Teppichrand zu überfahren und saugen dann auch dort. Die Höhe hängt jedoch vom Modell ab, meistens sind 2cm machbar.

8. Saugmodus
Die IROBOT-Modelle saugen im Chaosmodus, die teureren Modelle bleiben entlang der Abschlussleiste.
Dieses Zufallsprinzip führt zu einer schlechten Flächendeckung.
Die Samsung-Geräte arbeiten nach dem Visionary Mapping™ System und in parallelen Bahnen (Mäanderstrategie). Eine eingebaute Kamera fotografiert den Weg und so erkennt der Sauger, wo er schon war. Voraussetzung hierfür ist ein heller Raum!



Einen ausführlichen Test gibt es hier: Liste 
Videoübersicht (Fahrweg beim Saugen)


Preistipps 2013
Schaut man sich mal die Tests und Kundenbewertungen an, gibt es in jedem Preissegment gute Kauftipps.

- Irobot Roomba 630 kostet 295€
- Irobot Roomba 650 kostet 330€
- Irobot Roomba 770 kostet 445€



 Samsung Navibot

Da es bei Redcoon einen Staubsauger für 150€ (statt 250€) gab, habe ich zugeschlagen: SR8750 
Vorweg: Man kann die Saugleistung nicht mit einem High-Endsauger (Vorwerk) vergleichen, da das Gerät viel kleiner ist.

Leistung: 20W ?
Lautstärke: 70db
Gewicht: 3,5kg
Höhe: 9,2cm

Der Staubbehälter mit Hepa-Filter fasst 600ml und ist für meine Zwecke (35m² Zimmer) ausreichend.
Der Akku muss ungefähr 2h laden und kann dann 90min staubsaugen. Die Funktionsweise ist recht einfach, man muss jedoch kleinere Hindernisse vorher aus dem Weg räumen.

Man stellt die Ladestation an eine Wand oder ähnliches, startet den Navibot und wählt eine der Reinigungsfunktionen aus. Dann startet der Sauger und fährt den Raum zuerst horizontal und dann vertikal ab. So saugt er praktisch jede Fläche 2x.
Fährt er an ein Hindernis (Schrank, Tischbein) korrigiert er seinen Kurs und fährt herum. Auch das Staubsaugen unter unserer Essecke hat prima funktioniert!

Teppiche bis 2cm und Fussleisten sind machbar. Die Räder des Navibot sind richtig mit Profil und bei problematischen Untergründen (Kante, Teppich) gibt er mehr Gas ;-). Ist der Akku leer oder der Raum fertig, kehrt er zu seiner Basisstation zurück und lädt sich selber wieder auf. Nun muss man den Staubbehälter abnehmen und ausleeren. Die Hauptbürste an der Unterseite kann man öffnen, entnehmen und mit Wasser abspülen. Hier verfangen sich natürlich Haare, die man regelmäßig entfernen muss.

Saugleistung:
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Die Saugleistung ist für diese Größe sehr gut, auch fährt der Staubsauger unter das Sofa und kommt somit an jede Staubmaus. Aufgrund der runden Bauform muss man natürlich sagen, dass die Ecken nicht so gründlich gereinigt werden. Hier drehen sich ja die flexiblen Bürsten und wirbeln den Staub auf.

Hinweis:
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Bei der ersten Reinigungsfahrt sollte man daneben stehen. Mit seiner geringen Höhe passt er zwar unter das Sofa und den Couchtisch, aber es gibt auch problematische Möbelstücke.

Wir haben einen kleinen Ecktisch, der 9,2cm Bodenfreiheit hat, aber das reicht nicht. Der Navibot ist wie ein Frisbee aufgebaut und ist an seiner höchsten Stelle 9,35cm hoch (Sensorstelle 9,2cm !). Er fährt also an den Ecktisch und seine Sensoren bemerken :"Ah ja, passt" und er will durchfahren. Leider wird es dann enger, weil er mittig ja etwas dicker ist und so fährt er sich fest, weil er den leichten Ecktisch aufbockt. Sofort ertönen Hilfeschreie (summ summ) und man muss ihn befreien.
Das gleiche Problem hatten wir bei einem Regal, wo an der unteren Frontseite kein Holzstück ist. Auch hier denken die Sensoren "Passt!" und wollen unter das Regal durchfahren.
Bei beiden Möbelstücken müssen wir nun etwas vorstellen bzw. ein Hindernis draus machen. Es reicht wenn man einen Türstopper drunter schriebt.

Navigation:
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Die eingebaute Digitalkamera macht pro Sekunde 30 Bilder vom Zimmergrundriss, daher sollte der Raum hell sein.

Sensoren:
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Der Navibot hat 7 Hindernissensoren und 3 Höhensensoren (Treppenerkennung).

Beim ersten Start fährt der Navibot noch ziemlich zackig an die Möbel, merkt sich dann aber, dass dort etwas steht. Bei mir ist der Sauger kein 2. Mal an die gleichen Möbel gefahren. Er bremst auf dem Rückweg sogar ab, wenn sich ein Stuhlbein in der Nähe befindet (hat er sich gemerkt) und fährt dann (bei freier Fläche) wieder weiter.

Reinigung:
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Der Staubbehälter und der Hepa-Filter sind einfach zu entnehmen und zu reinigen. Die Sensoren sind schnell staubig, da der Sauger ja oft man wo ranfährt.
Daher muss man die Sensoren regelmäßig abstauben, das zeigt das Gerät aber dann auch an.
Eine Akkuladung reicht bei mir für 3 Zimmer (70m²), dann ist auch der Staubbehälter voll. Für 3 Zimmer braucht er 60 Minuten.

Fazit:
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Für den günstigen Preis (150€ Redcoon) kann man nicht meckern, da hier viel Hausarbeit abgenommen wird. Ich lasse jeden 2. Tag saugen und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Unser Teppich (wenig Flor) wird auch erreicht und gut gesaugt. Starke Hundehaare und große Krümel schaft er jedoch nicht, da muss man nachhelfen.

Für den Preis gibt es leider keine Fernbedienung oder einen Timer. Aber da ich ihn sowieso in meiner Anwesenheit laufen lasse, ist das nicht tragisch. 





1 Kommentar:

  1. Es gibt sogar schon Staubsaugroboter ab 78 Euro. Den Dirt Devil m607 Spider habe ich mir zum Beispiel ausgesucht. Habe einen tollen Bericht darüber gelesen und bei dem Preis, war alles Klar. Ausprobiert und Super zufrieden. Absolut einen Daumen hoch für diese tollen Geräte. Möchte meinen Staubsaugroboter nicht mehr missen.

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Sag was, ich beiße nicht ;-)

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