Dienstag, 18. Juni 2013

Speiseplan & Wocheneinkauf (Wegwerfgesellschaft)

Wie ja allgemein bekannt ist, wirft der Durchschnittsdeutsche oder Österreicher pro Jahr 45kg Lebensmittel (pro Person) weg, was man durchweg mit Lebensmittelverschwendung bezeichnen kann. Pro Jahr rechnet man mit umgerechnet mit 250€ pro Haushalt, die im Müll verschwinden.

Ich kaufe pro Woche für 80-90€ an Lebensmitteln ein und trotzdem landet immer wieder etwas im Müll. Wenn ich mir so überlege, wie lange ich für diese "entsorgte" Summe arbeiten gehen muss, ärgert mich das schon. Eine Liste für den Wocheneinkauf oder aber einen Speiseplan haben wir im Prinzip nicht und hier liegt wahrscheinlich der Hund begraben.
Hochgerechnet verbrauchen wir also rund 350€-400€ pro Monat für Lebensmittel für 2 Erwachsene.

Wer den Filme WE FEED THE WORLD schon mal gesehen hat, weiß wie verschwenderisch wir in Europa leben und warum dass langfristig enorme Konsquenzen haben wird. (Video)
Brote und Gebäck landen nach 2 Tagen in der Verwertung, um als Tierfutter zu enden...
Abgesehen davon ist mir mein Geld zu Schade dafür und deshalb will ich etwas ändern!  Du auch?


a) Wochenplan
b) Einkaufsliste



1. Planung
Mir gefällt die Idee sehr gut, dass man erstmal Grundnahrungsmittel (Reis, Kartoffeln, Nudeln) plant und festlegt
und danach die passenden Hautptspeisen sucht. Eine tolle Hilfsliste gibt es hier: Link
Bei mir wird regelmäßig folgendes eingekauft:
a) Nudeln
b) Reis
c) Kartoffeln
d) Brot
e) Polenta, Gries
f) Bulgur etc.


Dann rechnet man die Portionen dazu, die ja davon abhängig sind, wieviele Leute zum Essen kommen oder da sind.
Je nach Bedarf kommt jetzt Gemüse, Obst und Fleisch dazu, aber im Prinzip muss man wissen, was gekocht wird.

2. Liste
Je nachdem wie oft man einkaufen geht (ich mache am Samstag den Großeinkauf und am Di/Mi kleine Dinge),
schreibt man sich jetzt die Wochenliste auf. Was wird an welchem Tag gegessen, bzw. wann essen wir auswärts.


3. Einkauf
Natürlich flattern jetzt auch noch die Werbeangebote ins Haus, wo mehr oder weniger Sonderangebote angeprisen werden...Auf große "Vorratsangebote" sollte man nur ab bestimmte Preisgrenzen eingehen. Das habe ich hier schon einmal erläutert und berechnet: Link
Wer hingegen diszipliniert einkaufen geht und sich strikt an die Einkaufsliste hält, kann viel sparen.

Warum? Weil wir gerne zu Mengenschnäppchen greifen.
Bsp.: Ich will 1kg Äpfel kaufen. Im Supermarkt gibt es aber 3kg für XY, die ich aufgrund der Ersparnis mitnehme. Zu Hause werden dann max. 2kg gegessen, der Rest wird schlecht und kommt in den Müll.


Link

So werden wir als Konsumenten indirekt dazu gezwungen größere Mengen einzukaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen.
Oft sind solche XXL-Verpackungen oder Lockangebote (1+1 gratis) gar nicht günstiger als die Vergleichsware. Hier muss man immer auf den Preis pro kg/l usw. schauen und nicht auf die große, bunte Verpackung!


Wie Hersteller uns in die Irre führen:

Trick1: Bei Großpackungen mit Waschmittel gibt es einen ziemlich fiesen Werbetrick. Hier wird der Kunde mit ach so tollen Mehrinhalt und günstigem Preis gelockt. Wie geht das?
Das Waschmittel wird einfach mit Füllstoffen gestreckt und man braucht mehr davon.

Link Ndr



Trick2: Neues Verpackungsdesign
Durch geschicktes Umverpacken bleibt die Verpackung gleich groß, der Inhalt schrumpft aber.

Link Frauwichtig


Trick3: Mengenrabatt, der keiner ist





Weitere Verbrauchertäuschungen: klick

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