Montag, 22. April 2013

Teakholz reinigen & auffrischen (Vorher / Nachher)

Vor einigen Jahren haben wir uns für den Balkon Teakholzmöbel gekauft, die im Winter auch draußen stehen bleiben.

Durch die feuchten Umwelteinflüsse verwittert Teakholz und wird grau. Teilweise hat sich etwas Grünzeug (Algen) festgesetzt. Diese graue Schutzschicht ist wie eine Art Patina, denn darunter bleibt das Holz schön golden. Teakholz wird gerne beim Bootsbau verwendet, da es selbst nass keine rutschende Oberfläche ergibt. Der Fettanteil im Holz wird abgenutzt und dabei entsteht diese graue Schicht.

Um den goldigen Schimmer von Teakholz zurückzubekommen, muss man leider etwas Arbeit investieren, die sich aber lohnt. Am Sonntag habe ich mich daher an unseren ausziehbaren Tisch gemacht und einige Mittelchen ausprobiert.

 Möglichkeiten
1. Schleifpapier (aufwendig)
2. Spezielle Reiniger & Sprays
3. Entgrauer
4. Mikrofaser


So gehts:


Im letzten Jahr habe ich mich mit einem Teakholzreiniger schwergetan, den man aufsprühen muss. Leider funktioniert so etwas ohne mechanische Reibung überhaupt nicht. Ein bisschen muss man schon rubbeln und schleifen, da die oberste Schicht nun aus trockenen Holzfasern (Zellulose) besteht.

Daher habe ich dieses Mal eine Holzpflege (eigentlich für Parkett) von Poliboy genommen. Zwar sollte man diesen Reiniger eigentlich ins "Wischwasser" geben, aber für starke Verschmutzungen kann man es auch direkt auftragen. Ich habe es einfach mal ausprobiert.


Ich habe das Holz nun mit Wasser eingeweicht und den Holzreiniger (2 EL) großzügig draufgegeben. Mit einem rauen Mikrofaser-Tuch braucht man dann nur leicht reiben und die graue Patina geht ab. Danach noch mit einem sauberen (feuchten) Tuch die Reste abwischen und fertig.
Mein Mikrofasertuch hat 2 Seiten und die raue davon hat so kleine harte Borsten (Lidl?) und damit funktioniert es ganz gut.

Der Holzreiniger enthält auch Orangen- und Jojobaöl und pflegt daher gut das mittlerweile trockene Teakholz.
500ml kosten 5€ bei Amazon, in Österreich (Hornbach) aber leider das Doppelte!


Teakholz sollte man regelmäßig mit richtigem Teaköl einölen (Wetterschutz), da ein Lack kaum halten würde.



Vorher & Nachhereffekt im direkten Vergleich
(nur gereinigt, ohne extra Öl)









Hausmittelchen
- Essig & Backpulver
- Zitronensaft
- Wasserstoffperoxis (3% Lösung)
- Schmierseife & Wurzelbürste

Für die Entmosung und Entfernung von Algen empfiehlt sich eine Lauge aus Schmierseife (Kernseife) und eine Wurzelbürste zum auftragen. Dann trocknen lassen und mit Öl einpinseln (Leinöl, Olivenöl, Teaköl)

Um den Grauschleier zu entfernen, empfiehlt sich das Auftragen von Backpulver oder Natron und dann mit Essigwasser schruben. Auch Zitronensaft (einweichen) soll gut helfen.


Ökologischer Anbau

Wer sich Teakholz (Tropenholz) kauft, sollte ein bisschen auf die Herkunft achten. Viele indonische Wälder werden für unsere Bedarf rücksichtslos abgeholzt.

 Die Aktion ProTeak planzt auch wieder Bäume nach und sammelt Spenden

1 Kommentar:

  1. Hallo,ein Olivenöl ist nicht ratsam,ist kein trocknende öl.ich benutze immer Walnuss öl dieser hättet und trocknet aus.auserdem richt es wie neu,finde ich persönlich besser als Leinöl

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Sag was, ich beiße nicht ;-)

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