Samstag, 6. April 2013

Naturkosmetik: Sind natürliche Produkte besser?

Sicherlich gibt es bereits viel "grüne" Naturkosmetik, welche jedoch nicht immer ganz unbedenlich ist, wenn man sich die Inhaltsstoffe mal ansieht. Deshalb gibt es einige Kosmetik-Siegel, die für verschiedene Richtlinien stehen.
Leider gibt es keine gesetzliche Regelung, die genau festlegt, was Naturkosmetik oder Biokosmetik ausmacht. Einige Verbraucherverbände haben jedoch zusammengearbeitet und so sind die beiden Siegel BDIH und NATRUE ein angesehener Standard für Naturkosmetik.

Allgemein soll Naturkosmetik keine künstlichen und bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten,
da es immer mehr Menschen mit Allergien und Gewissen gibt.
Warum also Naturkosmetik ?


Foto: http://oneco.biofach.de

Worauf verzichtet wird:
- Silikonöle, Paraffine auf Erdölbasis
- künstliche Konservierungsmittel
- künstliche Duftstoffe
- Tenside / Emulgatoren
- umweltschädliche Herstellung





Naturkosmetik Siegel


Einige Produkte wurden von der Zeitschrift Ökotest ausgezeichnet und andere nicht. Aber was heißt das?
Fast jeder Hersteller bringt irgendein anderes Siegel heraus und niemand weiß letztendlich, welche Zertifizierung wirklich Sinn macht.



Am weitesten verbreitet ist das BDIH-Siegel für kontrollierte Naturkosmetik.
Wichtig:
- ökologische & soziale Verträglichkeit
- Transparenz im Herstellungsverfahren
- kontrolliert biologischer Anbau (Rohstoffe)
- natürliche Konservierungsmittel

Der Bundesverbands deutscher Industrie- und Handelsunternehmens für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel e.V. kennzeichnet damit Naturkosmetik.
Richtlinien 






Das Netzwerk  NaTrue wurde 2007 in Luxemburg gegründet und nun von Dr. Hauschka, Weleda oder LOGOCOS verwendet.


Wichtig:
- Mensch & Natur in Balance
- kontrolliert biologischer Anbau (Rohstoffe)
- umweltfreundliche Praktiken
- keine Tierversuche
- keine künstlichen Inhaltsstoffe


Anfänglich wurde mit 3 Sternen zertifiziert:
* Naturkosmetik, ** Naturkosmetik mit Bioanteil *** Biokosmetik

Richtlinien





Interessant:
Seit Januar 2013 hat der Bundesverband Naturkost Naturwaren Einzelhandel (BNN) in einer Richtlinie für Naturkosmetik beschlossen, dass im entsprechenden Einzelhandel nur noch zertifizierte Naturkosmetik verkauft werden dürfen.

Der große Markt

Einigefindige Kosmetikhersteller versuchen auch ein Stück vom großen Kuchen zu bekommen und benennen ihre Chemiebomben mit ähnlich klingenden Werbesprüchen.
„die Pflanzen-Kosmetik“ (Yves Rocher)
„von der Natur inspiriert“ (The Body Shop)
 „von Natur aus wirksam“ (Aok)
 „Pure & Natural“ (Nivea)


Der größte Etikettenschwindel bezog sich bisher auf die Werbung "100% Inhaltsstoffe aus natürlichem Ursprung". Im Prinzip ist auch Erdöl ein natürliches Produkt, da es auf der Erde so vorkommt, aber gesund ist es trotzdem nicht. Bedenkliche Inhaltsstoffe gehören daher in kein Naturprodukt.

Teil Zertifiziert
Etwas problematisch kann man das Natrue Label ansehen. Es müssen nur 75% der Produktmarke nachweislich biologisch zertifiziert sein, um dieses Label zu bekommen.


 In der Ökotest 3/2013 wurden allgemein Handcremes verglichen. In der aktuellen Ausgabe 4/2013 wurde jetzt Naturkosmetik getestet. Das ÖKOTEST Jahrbuch 2012 (1300 Produkte wurden getestet) kann man für 8,90€ bestellen und wird so vor dem grünen Etikettenschwindel gewarnt.





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