Dienstag, 26. März 2013

Hunde: Ernährung (BARF) Übersicht

Um die Rohfleischfütterung ranken sich genausoviele Mythen wie es Skeptiker gibt. Für den einen ist es DIE natürlichste Fütterungsart, für den Anderen einfach unvorstellbar und zu aufwendig.

Der domestizierte Haushund lebt seit jeher in der Nähe des Menschen und früher gab es aus Kostengründen einfach den Schlachtabfall und damit war der Hund im Prinzip zufrieden und oft auch gesünder ernährt. Die meisten Menschen ekeln sich aber bei dem Gedanken, rohes Fleisch und vor allem unansehnliche "Abfälle" wie Magen, Herz, Lunge, Luftröhre oder Sehnen zu verfüttern.

BARF - Was ist das?
Im Allgemeinen heißt es einfach artgerechte Rohfütterung, auch wenn für die Abkürzung B.A.R.F. verschiedene Begriffe gefunden wurden ("Biological Appropriated Raw Food", "Bones and Raw Food", "Born Again Raw Feeders").. siehe hier.

Durch die Fütterung von rohem Fleisch sowie Gemüse kann man selbst bestimmen, was der eigene Hund frisst: artgerechtes Futter ohne Zucker, ohne Füllstoffe, ohne Konservierungsmittel, ohne Aromastoffe, ohne Allergiestoffe.  


Aber was ist barfen?

Hauptzutat: rohes Fleisch, Knochen, Knorpfel, Innereien

Beilage: Kartoffeln, Reis, Nudeln, 

Vitamine:  Spirulina, Lachsöl/Leinsamenöl (Übersicht)








Was braucht man zur natürlichen Rohfleischfütterung? KOSTEN



1. Fleisch:
Tiefkühl (Futterhaus, Zooplus) oder frisch
Preise: 2kg Rindgulasch TK 5,70€,  2kg Huhn 4€









2. Beilagen
- Kartoffel/Reisflocken zum einweichen (Shop)
- Reis-Gemüsemix (500g - 3,90€)
- oder frisch gekochte Kartoffeln / Nudeln
- kleingeschnippeltes Gemüse








3. Zusatzmittel
- Vitaminpulver (1kg 10€)
- Öle & Fette

Da Getreide oft ein Allergieträger ist und in selbstgemachten Hundefutter keine Verwendung (Füllstoff unnötig) hat, sollte man eigentlich darauf verzichten. Kohlenhydrate kann man auch durch Gemüse & Obst zufügen.
Weil die Hauptzutat rohes Fleisch ist, hole ich mir die Zutaten immer direkt beim Händler ab. Wenn man TK-Fleisch in einem BARF Shop online bestellt, muss man natürlich mit höheren Versandpreisen rechnen.



Warum ich (teil)barfe ?

Wenn man sich die ganze Vielfalt an industriell hergestelltem Hundefutter ansieht, muss man leider sagen, dass oft  nicht der ganzen caninen Ernährung optimal entsprochen wird. (Bsp. Trockenfutter)

Ein wilder Hund (oder Wolf) frisst natürlich hauptsächlich Fleisch (Rehe, kleine Wildtiere), die im Magen vorverdaute Gemüse / Kräuter haben. Der Wolf frisst alles von einem gerissenen Tier und nicht nur das Filet.
Wir füttern aber den Haushund oft wie ein Schwein in der Aufzuchtmast mit viel Mais, Reis, Zuckerrübenschnitzel und Nebenerzeugnisse.

Als ursprünglichste Hunderasse kann man heute noch den Husky ansehen, da er auf uns oft wie ein halber Wolf wirkt. Verwilderte Huskys beginnen auch in der Wildnis wieder im Rudel zu jagen und würden ohne den Menschen problemlos überleben. Irgendwo gab es dazu mal ein Video, wo sich 3 Hunde praktisch selbst versorgt haben... Oma´s dicker Dackel würde hingegen im Wald hinter dem Haus verhungern, auch weil wir unsere Haushunde wählerisch verziehen.  

Das Dosenfutter besteht oft aus billigen Füllstoffen wie Getreide und/oder Zucker, aber in der Realität würde kein Hund (oder Katze) je daran denken, an einer Weizenähre zu kauen oder Zuckerrüben auszugraben.



SHOPS (Österreich) Rohfleischversand

www.petfrost.at (Wien)

www.barf-shop.at  (nur Stockerau)
www.futterglueck.at
www.loys.at
www.d-o-g.at/shop

www.meijolo.at
RIND 1kg TK- 5,75€
PUTE 1kg TK - 6,75€
WILD 1kg TK - 6,95€
Kräuter 1kg - 17,90€
Versandkosten 7,50€ (mind 6kg)

www.kopffleischexpress.at/shop
RIND 1kg TK 4,50€
HUHN 1kg TK 2,90€
PUTE 1kg TK 4,50€

Versandkosten >10€ (Nachnahme)



WELCHE ZUTATEN BRAUCHE ICH?


  • Proteine (Fleisch, Knochen, Innereien)
  • Fette, Eiweiße (Geflügelfett, Fischöl)
  • Kohlenhydrate wie Obst & Gemüse
  • Kohlenhydrate * als Sattmacher (Kartoffeln, Nudeln, Reis)
  • Ballaststoffe wie Vollkornflocken (regt die Darmtätigkeit an)
  • Mineralstoffe & Vitamine

ÜBERSICHT 


Umstellung auf BARF
Hier sollte man Schritt für Schritt vorgehen und anfänglich das alte Futter (Trockenfutter) halbieren.
Gleichzeitig bietet man dem Hund eine kleine Portion an Barf an. Da es auch Fertigbarf-Produkte gibt, kann man erstmal damit starten.
Die meisten Hunde verschmähen frisches Rohfleisch jedoch nicht, es sei denn sie wurden jahrelang mit zuckersüßem Getreidefutter (Pedigree, Royal Canin) gefüttert.




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